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Steinmetz- und Steinbildhauerinnung / Presse / Rückblick / Freisprechung 2006

Gesellenfreisprechung am 15.09.2006 auf Schloss Augustusburg

Wo Lehrlinge (frei) geschlagen werden…

 

Am 15.09.2006 war es endlich wieder so weit. Die Steinmetz- und Steinbildhauermeister durften sich für das revanchieren, was Ihnen Ihre Lehrlinge drei lange Jahre angetan haben…

 

Auf Schloss Augustusburg wurde die traditionelle Freisprechung der Steinmetzen und Steinbildhauer begangen. Zum ersten Mal fand diese Freisprechung landesweit statt, d. h. alle sächsischen Innungen feierten gemeinsam: die Leipziger, Dresdner, Zwickauer, Ostsächsische und Chemnitzer. Der Landesinnungsmeister, Tobias Neubert, hielt die Festansprache. Nachdem auch der Direktor der Sächsischen Steinmetzschule Demitz-Thumitz, Uwe Steglich, ein paar Worte gesprochen hatte, wurde es ernst. Ein „Diener“ wurde stellvertretend für alle Lehrlinge in Ketten gelegt. Um ihren Namen in das ehrbare Gesellenbuch schreiben zu können, mussten alle Lehrlinge gemeinsam das Gelöbnis sprechen. Nachdem dies geschehen war, wurde der Lehrling durch den Lehrmeister befreit, indem er ihn mit einem Richtscheit traditionell zum Gesellen schlug. Bei manchen Meistern hatte man das Gefühl, dass sie besonders viel in den letzten drei Jahren leiden mussten… Alle frisch geschlagenen Gesellen erhielten eine neue Schürze, die mit einem Spitzeisen dreimal durchbohrt wurde. Der stellvertretende Obermeister der Steinmetz- und Steinbildhauerinnung Chemnitz, Frank Böttger, erläuterte, dass alle drei Löcher am nächsten Arbeitstag ordentlich und eigenhändig umsäumt sein müssen. Nachdem jeder seinen Bierkrug geleert hatte, wurde das Steinmetzlied angestimmt, ein ordentliches Mahl aufgetragen und zünftig gefeiert.

 

 

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